Ich experimentiere zur Zeit viel mit pflanzlichen Käserezepten herum, da mir die Produkte im Reformhaus nicht wirklich gut schmecken und oft auch zu teuer sind. Vor einiger Zeit habe ich das Rezept für Cashew-Käse auf der Seite der VegetarianTimes entdeckt, nachgekocht und war begeistert! Geschmacklich erinnert es an Schafskäse und die Konsistenz kann je nach Backzeit variiert werden. Den Käse kann man in Stücke schneiden, er ist aber ebenfalls streichbar. Auf jeden Fall ein Rezept mit dem ihr Eindruck schinden könnt! Ich verwende den Käse oft als Feta-Ersatz, hierfür fülle ich die Masse einfach in Muffinförmchen und backe sie etwas länger damit sie eine festere und krümelige Konsistenz erhät. Eine genauere Anleitung findet ihr weiter unten…

P.s. Ich habe das Rezept Mengenmässig etwas modifiziert, hier ist der Link zum Originalrezept.

Bild: Nora DalCero (www.noradalcero.ch)

Zutaten:

  • 100g Cashews, am Vortag in Wasser eingeweicht
  • 6 EL Rapsöl
  • 1 EL Tahini (Sesammuss, im Reformhaus oder beim Türken)
  • 1 1/4 TL Salz
  • Saft einer Zitrone
  • 1 Käsetuch

Zubereitung:

  1. Das Einweichwasser der Cashews wegschütten und die Nüsse kurz abspülen. Alle Zutaten (ausser dem Käsetuch..) in eine Küchenmaschine geben und mixen bis eine gleichmässige, cremige Masse entsteht. Dies dürfte je nach Küchenmaschine einige Minuten dauern.
  2. In ein Sieb 2-3 Lagen vom Käsetuch hineinlegen und die Masse hineingeben. Die Enden des Tuches zusammenknoten, das Sieb in eine kleine Schüssel stellen und c.a. 12 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Dies sorgt für einen intensiveren, käsigen Geschmack.
  3. Am nächsten Tag den Backofen auf 150 ° vorheizen, das Bachblech mit Backpapier auslegen.
  4. Das Käsetuch aus dem Sieb herausnehmen, die Enden des Tuches öffnen und die Masse (auf dem Käsetuch) zu einer länglichen Form bringen. Am besten die Hände etwas anfeuchten. Dann mit dem Käsetuch verschliessen, die Enden etwas verdrehen damit der Käse in Form bleibt.
  5. Den Käse auf das Backbech legen und 20 min. backen, einmal umdrehen und für weitere 20 min. backen.
  6. Käse im Tuch abkühlen lassen, dann aus dem Käsetuch lösen und in Pfefferkörnern oder Dill wenden und servieren.

Fetavariation:

Ich gebe zu, die Präparation von diesem Käse ist etwas aufwendig, aber es lohnt sich! Trotzdem gibt es noch eine schnellere Version mit dem ihr eine Art Feta-Käse bekommt:

  1. 150g Cashews einweichen. Der Rest der Zutaten bleibt gleich. Alles in der Küchenmaschine mixen.
  2. Den Ofen auf 150° vorheizen. Ein Muffinblech mit 6 Papierförmchen auslegen und die Masse auf die Förmchen verteilen. Das Blech mit Alufolie bedecken und c.a. 35 min. backen. Die Alufolie entfernen, die „Törtchen“ sollten leicht goldbraun sein. Abkühlen lassen und weiterverwenden (ein Rezept mit Feta-Cashewkäse folgt noch..).

Beide Käsesorten halten sich Luftdicht verpackt 5 Tage im Kühlschrank.

Cashew – Käse

Advertisements

16 Gedanken zu „Cashew – Käse

  1. Wow! Fantastisches Rezept + Foto!

  2. […] Portion Cashewkäse  (die feste, Fetakäseartige Version), mit einer Gabel grob […]

  3. Peter sagt:

    Sieht toll und lecker aus und ich habe es auch selber ausprobiert. In meinem Post habe ich einen Link zu diesem Rezept gesetzt als „Ideengeber“.
    P.S. Zum Überbacken ein Traum 🙂

    Vegane Grüße
    Peter

  4. Christina sagt:

    Hallo, kannst du mir sagen, wo man ein Käsetuch herbekommt? Will das auch schon sooo lange mal machen! 🙂

    • kennyhurts sagt:

      Liebe Christina
      Also Käsetücher findest du im Haushaltswarenladen, es funktioniert aber auch super mit Mundtüchlein für Babys. Ansonsten in Onlineshops!

  5. Patze sagt:

    Hi,
    das möchte ich auch unbedingt mal ausprobieren! Aber so richtig vorstellen kann ich mir den Geschmack noch nicht. Ist er nicht zu süßlich-nussig für einen eher salzigen Feta-Ersatz?
    Meinst Du mit „Mundtüchlein für Babies“ die Mulltücher (Umgangssprachlich auch Kotztücher genannt ;), für Babies?
    Viele Grüße,
    Patze

    • kennyhurts sagt:

      Lieber Patze
      Der Geschmack ist überhaupt nicht süsslich, durch das einlegen der Cashews in Wasser verlieren sie einiges von ihrem süsslich-nussigen Geschmack. Zitronensaft und Salz machen dann den Rest! Und ja mit Mundtüchlein meine ich die Sabbertücher für Babies! 🙂

  6. Greor sagt:

    Ich habe heute mal die Feta Variante versucht und muss sagen, dass ich noch nicht ganz überzeugt bin. Das ganze erinnert mich mehr an Küchlein. Ich versuche es heute mal im Salat zu geben und testen. Und ansonsten probiere ich noch die andere Variante.

    Benutzt du Umluft oder Ober/Unterhitze? Ist es wichtig, dass die Küchenmaschine die Masse SEHR fein macht? Meins war noch etwas krümelig….

    • kennyhurts sagt:

      Lieber Greor
      Ich weiss was du mit Küchlein meinst, frisch aus dem Ofen sind sie noch sehr luftig, das ändert sich jedoch nach dem abkühlen und ein paar Stunden im Kühlschrank. Ich benutze Ober/Unterhitze und ja die Masse sollte so fein wie möglich sein. Da ich die „schnelle“ Variante meistens weiterverarbeite (also verkrümle oder zerdrücke) ist die Konsistenz auch nicht das wichtigste. Die erste, originale Version ist halt geschmacklich und was die Konsistenz anbelangt unschlagbar :). Ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen, sag mir doch wie die anderen Versuche ausgefallen sind!

  7. Anja sagt:

    wow …
    bitte verrate mir, mit welcher kamera du fotografierst und welche einstellung du hast, damit der hintergrund unscharf erscheint 🙂

    • kennyhurts sagt:

      Liebe Anja
      Die Fotos macht Nora Dal Cero, Fotografin aus Zürich. Auf noradalcero.ch findest du weitere Fotos von ihr inkl. ihrer Mail für weitere Fragen. lg kenny

  8. […] den gibts hier. Und Käse gehört auch dazu. Ich habe neulich ein lustiges Rezept gefunden für Cashewkäse. Den hab ich gleich ausprobiert und auf die Pizza gegeben. Das schmeckt durchaus gut. Ganz anders […]

  9. WildMixer sagt:

    Danke für dieses tolle Rezept! Wir haben den Cashew-Käse schon 2x ausprobiert und sind schwer begeistert. Nächstes Rezept mit Cashew-Käse folgt sicher auf unserem Blog! 🙂

  10. […] (in meiner Variante) Cashewcreme (noch nicht gebackener Cashewkäse, hier das leckere Rezept) […]

  11. Anja sagt:

    Großartig!

    Aber warum muss ich den Feta in den Ofen schieben, ist er „roh“ nicht gut genug? bzw. was soll der Ofen bewirken!
    Vielen Dank und weiter so!

    • kennyhurts sagt:

      Liebe Anja
      Durch das backen wird der „Käse“ im Ofen quasi getrocknet und bekommt eine feste Konsistenz. Ausserdem schmeckt er dann auch intensiver. Im rohen zustand wäre er viel zu flüssig…hoffe das beantwortet deine Frage! 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: