Archiv für den Monat April 2013

Zitronen-Joghurt Kuchen

Ok. Zitrone ist definitiv meine Lieblingsfrucht und neben dem Granatapfel ebenfalls Stellvertreterin der orientalischen Küche. Im Orient werden  Zitronen vor allem in salzigen Gerichten benutzt, als Frische- Kick oder Essigersatz in jeglichen Mezzevariationen. In der arabischen Küche ist sie in Salz eingelegt eine wichtige Geschmacksgeberin in Tajines (Schmorgerichten).

Heute gibt es aber ein süsses Gericht, genauer einen Kuchen für euch, den ich für ein paar Freundinnen gebacken habe, die letzte Woche zu einem Tee vorbeigekommen sind. Der kleine Kuchen (ich habe eine Springform von 20 cm Durchmesser benutzt) war eine gelungene Abwechslung, weil er aus zwei Komponenten besteht. Die Yoghurtcrème habe ich mit Agar-Agar gebunden (ein Geliermittel aus Algen), diese Zutat schreckt einige etwas ab, aber glaubt mir es ist sehr einfach damit zu arbeiten. Die Zubereitung von diesem Kuchen ist grundsätzlich ganz einfach, er muss einfach 3-4 Stunden im Kühlschrank stehen, damit die Yoghurtmasse fest wird. Also am besten am Morgen zubereiten und am Nachmittag geniessen…

Kuchen

Foto: Nora DalCero

Zutaten:

Für den Kuchen:

  • 2/3 Tasse brauner Zucker
  • 1/4 Tasse Sonnenblumenöl (neutrales Rapsöl geht auch)
  • 3 gehäufte EL Soyamargarine
  • 1/2 Tasse Soyamilch (oder andere Pflanzenmilch)
  • Schale und Saft einer Zitrone
  • 1 1/3 Tasse Mehl
  • 2 TL Weinstein Backpulver
  • 1 Priese Salz

Für die Crème:

  • 2ooml Kokosmilch
  • 300g Zitronenyoghurt auf Soyabasis (ich habe Soyade benutzt)
  • 1 TL Agar-Agar

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Springform einfetten.
  2. In einer grossen Schüssel Zucker, Öl und Margarine vermengen, bis eine gleichmässige Masse entsteht. Es gibt eine chemische Reaktion zwischen dem Öl und dem Zucker, wobei eine Caramell- ähnliche Masse entsteht.
  3. Dann die Zitronenschale und -saft, sowie Soyamilch dazugeben und gut vermengen.
  4. Eine Tasse Mehl mit dem Backpulver und dem Salz in ein Sieb geben und in die feuchte Masse sieben, alles gut vermengen. Das restliche Mehl ebenfalls dazugeben, bis eine cremige Masse entsteht. Die Konsistenz sollte wie ein Dicker Pudding sein.
  5. Die Masse in die Springform füllen und c.a. 35 min Backen. Der Kuchen sollte etwas aufgehen und die Oberfläche eine leichte Bräune bekommen. Wenn ihr nicht sicher seit, macht den Stichtest (mit einem Zahnstocher oder dünnem Messer in den Kuchen stechen, wenn nichts mehr am Zahnstocher/Messer klebt ist der Kuchen fertig gebacken). Herausnehmen und ganz abkühlen lassen, erst dann mit der Zubereitung der Zitronencrème beginnen.
  6. In einem Topf die Kokosmilch hineingiessen und das Agar-Agar darüber streuen. Erst jetzt den Topf erhitzen, die Masse sollte etwas köcheln aber nicht zu stark. Wenn sich auf der Oberfläche kleine Bläschen bilden ist das genau richtig. Nun die Masse gut umrühren und beiseite stellen, c.a. 15 min in einer seperaten Schüssel abkühlen lassen. Dann den Yoghurt hinzugeben und gut vermengen. Die flüssige Crème über den Kuchen in der Springform giessen, mit Alufolie abdecken und in den Kühlschrank stellen. Je nach Temperatur braucht die Crème 3 bis 4 Stunden um fest zu werden. Evt. könnte man den Kuchen auch in den Tiefkühler stellen um das ganze zu beschleunigen, das habe ich aber noch nicht ausprobiert, also ohne Gewähr 🙂

Tip: Für eine Springform mit 28cm Durchmesser die Menge der Zutaten einfach Verdoppeln. Plus: Meine Springform hat eine super Anti-Haft-Beschichtung, falls ihr nicht sowas zu Hause habt, den Rand der Form vorher mit etwas Öl bepinseln, damit die Crème nicht daran kleben bleibt.