Archiv der Kategorie: Hauptgerichte

The Purple Burger

Wieder mal Lust auf einen Veggieburger – und das sofort? Dann ist das folgende Rezept perfekt , denn es ist einfach und geht ganz fix. Ausserdem schmeckt es besser als die meisten Veggieburger die man kaufen kann und das Rezept kann nach Geschmack modifiziert werden (gebt etwas klein geschnittene Paprika dazu, oder ersetzt den Veggie Chorizo durch geräucherten Tofu).

Das Problem von selbstgemachten Burgern ist, dass sie oft leicht zerfallen beim braten, deshalb habe ich hier Weizengluten verwendet das endlich auch in der Schweiz leicht zu bekommen ist! Ich habe den Burger ganz einfach mit etwas Senf und dem Zwiebel-Relish serviert, aber mit Avocado und Salsa Verde dürfte er auch sehr gut schmecken!

burger

Zutaten für 4 Burger:

  • 1 Dose Kidney-Bohnen, gut abgetropft
  • 1 rote Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 kleine Veggie Chorizo-Wurst (50g)
  • 1/2 Bund Koreander, fein gehackt (kann durch Petersilie ersetzt werden)
  • 1 grosse Handvoll Tortilla Chips
  • 1 EL Apfelessig
  • je ein halber TL gemahlender Kreuzkümmel und Koreander
  • 5 EL Weizengluten
  • 1 TL Salz oder mehr
  • Wasser nach bedarf
  • Olivenöl zum bestreichen
  • 4 Burger Brötchen

Zubereitung:

  1. Backofen auf 180 Grad vorheizen (Ober -und Unterhitze) und ein Backblech mit Backpapier belegen.
  2. In der Küchenmaschine die Bohnen mit dem Veggie Chorizo zu einer grobkörnigen Masse verarbeiten (sollte keine Paste werden!). Die Masse in eine Schüssel geben.
  3. Nun die Tortilla-Chips in der Küchenmaschine fein mahlen. Zu den Bohnen hinzugeben.
  4. Zur Bohnenmasse kommen ebenfalls die Zwiebeln, das Koreandergrün, Essig, die restlichen Gewürze und das Weizengluten. Alles gut vermengen. Wenn die Masse noch zu trocken ist, esslöffelweise Wasser hinzugeben und weiter kneten bis die Masse gut zusammenhält.
  5. Die Masse in vier Portionen teilen und Burger daraus formen. Auf das Backblech legen und die Burger auf beiden Seiten mit Olivenöl bestreichen.
  6. 30 min lang backen. Währenddessen die Burger Brötchen toasten und mit Senf bestreichen. Die Brötchen mit den Bohnenburgern belegen, darauf kommt dann noch das Zwiebel-Relish und fertig!
Getaggt mit , , ,

Sandwich Bataata

Hier ist ein weiteres Rezept, das ich aus Damaskus mitgebracht habe. Dieses Sandwich kombiniert zwei Dinge die die Damaszener lieben: 1. Brot und 2. Pommes. Desweiteren beinhaltet es etwas Kohlsalat und reichlich Ketchup.  Sandwich Bataata ist somit ein Paradebeispiel für eine Küche, wo sich  Orient und Okzident die Hand geben.

Zu Beginn war ich etwas skeptisch als ich von dieser Kombination gehört habe, aber da es umgerechnet nur einen Franken gekostet hat, habe ich es natürlich probiert! Sicherheitshalber habe ich es ohne Mayonnaise bestellt, ich war aber ziemlich erstaunt, als ich in mehreren Geschäften Mayo ohne Ei entdeckt hatte. Auf jeden Fall war das Sandwich super lecker, ich habe es zu Hause dann nachgekocht und das Rezept noch etwas optimiert. Anstatt der Pommes enthält mein Rezept Bratkartoffeln, das ist etwas weniger fettig und das Sandwich zerfällt nicht so leicht in seine Einzelteile :).

Mein guter Freund Chaled war so nett einen Gast in einer Imbissbude zu spielen…shukran habibti!

Zutaten (2 Personen):

  • 2 Sandwichbrote oder ein Baguettbrot in 2 Teile geschnitten
  • 500g festkochende Kartoffeln
  • 4 EL vegane Mayonnaise
  • eine gute Hand voll geraspelter, weisser Kohl
  • 1 Silberzwiebel ein feine Ringe geschnitten
  • etwas Ketchup
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Paprika
  • etwas Olivenöl
  • 2 EL Apfelessig

Zubereitung:

  1. Die Kartoffeln schälen und in 5 mm dickde Scheiben schneiden. In einem Topf mit Wasser und etwas Salz kochen.
  2. Während die Kartoffeln kochen, die Salateinlage vorbereiten. In einer kleinen Schüssel die vegane Mayonnaise mit dem Essig vermischen, evt. etwas salzen. Den geraspelten Weisskohl hinzugeben. In den Kühlschrank stellen damit der Salat etwas ziehen kann.
  3. Wenn die Kartoffeln gar sind (nach c.a. 15-20 min), diese abgiessen und etwas abkühlen lassen.
  4. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Kartoffeln hinzugeben und anbraten. Mit Pfeffer, Salz und Paprika würzen.
  5. Auf jede Sandwichhälfte den Kohlsalat verteilen. Darauf kommen die Kartoffelscheiben, dann die Zwiebeln und am Schluss ein guter  Spritzer Ketchup. Die andere Brothälfte darauflegen und hineinbeissen! Das Sandwick schmeckt nähmlich frisch am besten…

Ragout aus weissen Bohnen und Spinat

Dieses Bohnenragout ist ein traditionell türkisches Alltagsgericht und ist eins meiner Lieblingsgerichte. Das Originalrezept enthält eigentlich kein Spinat, aber ich finde er passt sehr gut dazu. Am besten nehmt ihr jungen Spinat. Ausserdem benötigt ihr hier auch „Salςa“ (Paprikamark), den ihr in türkischen Läden bekommt. Dazu passt Reis und reichlich Joghurtsauce (siehe gefüllte Auberginen)…

img_70271

Zutaten für 4 Personen:

  • 2 Tassen weisse Bohnen, gekocht
  • 2 Karrotten, in scheiben geschnitten
  • 2 Handvoll junger Spinat, Stiele entfernt
  • 1 grosse Zwiebel, in würfel geschnitten
  • 3 Knoblauchzehen, zerdrückt oder zerhackt
  • 1 Bund Petersilie, gehackt
  • 2 Tassen Wasser
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 grosser EL Paprikamark
  • 1 EL Tomatenmark
  • schwarzer Pfeffer, frisch aus der Mühle
  • Paprikapulver

Zubereitung:

  1. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen, darin das Paprika -und Tomatenmark anpraten. Die Zwiebel und den Knoblauch hinzugeben und 2 min. dünsten.
  2. Die Karrotten und die Bohnen hinzufügen, etwas mitbraten. Mit Wasser ablöschen und salzen. Eine halbe Stunde auf mittlerer Stufe köcheln lassen.
  3. Zum Schluss den Spinat in kleinen Portionen hinzufügen und köcheln lassen bis er zerfällt. Mit Pfeffer, Petersilie  und Paprika abschmecken und servieren…

Thaicurry mit grünen Spargeln

Thaicurry ist für mich ein perfektes Sommergericht. Ich habe hier rote Currypaste gewählt, das Rezept lässt sich aber auch problemlos mit grüner oder gelber Paste zubereiten. Ausserdem könnt ihr noch mehr Gemüse oder frittierten Tofu dazugeben. Ich habe hier Spargel gewählt, da er gerade Saison hat und er kurz gebraten und mit Sojasauce verfeinert sehr gut schmeckt…

SPARGEL

Zutaten für 2 Personen:

  • 1-2 EL rote Currypaste (achtung, die ohne Krabbenpaste nehmen!)
  • 2 EL geröstetes Sesamöl
  • 2 EL neutrales Öl
  • Sojasauce
  • eine Handvoll dünne, grüne Spargeln
  • 1 rote Paprika in feine Streifen geschnitten
  • 1 mittelgrosse Tomate in „Schnitze“ geschnitten
  • 250g breite Nudeln (ich nehme meistens italienische Pasta)
  • 2 Karotten, geschält, längs halbiert und in feine Scheiben geschnitten
  • 150 ml Kokosnussmilch (am besten aus der Dose)
  • halbe Zitrone
  • 1/2 Würfel Gemüsebouillon und 1/2 Tasse Wasser

Zubereitung:

  1. Topf mit Wasser aufsetzen und Pasta darin kochen.
  2. Eine Pfanne erhitzen und 1EL neutrales Öl und 1EL Sesamöl hineingeben, darin die Currypaste etwas anbraten und dann mit der Kokosmilch ablöschen. Wasser und Bouillon zufügen. Mit Sojasauce und Salz abschmecken und bei niedrigster Hitze etwas einkochen lassen.
  3. Währenddessen in einer Pfanne 1 EL Sesamöl und 1EL neutrales Öl erhitzen und darin die Spargeln 5 min anbraten. Dann das restliche Gemüse ausser die Tomaten zufügen und weitere 4 min mitbraten und mit 2 EL Sojasauce ablöschen.
  4. Wenn die Pasta al dente ist, Wasser abgiessen.
  5. Auf zwei Tellern die Tomatenschnitze kreisförmig verteilen. In die Mitte kommt das Gemüse, darauf die Pasta anrichten und rundherum die Sauce drappieren. Zum Schluss noch etwas Zitronensaft darüber giessen. Wenn ihr möchtet, könnt ihr es auch mit Kokosnussraspeln oder Erdnussstücken dekorieren…

Gefüllte Auberginen

Dies ist ein türkisches Gericht, dass es in zwei Versionen gibt. Wenn man die Auberginen mit Tomaten und Zwiebeln füllt, wird das Gericht „Imam bayιldι“ (was soviel bedeutet wie: Der Imam fiel in Ohnmacht) genannt. Falls zur Füllung noch Gehacktes dazu kommt, nennt man es „Karnιyarιk“ (aufgeschlitzter Bauch…). Die erste Zubereitungsart ist im Original vegan, die zweite kann ganz einfach veganisiert werden.

Wie ihr die Türken vielleicht kennt, servieren sie praktisch zu allem Joghurt. Hier ist es natürlich nicht anders. Ich verwende hier den Naturyoghurt von Soyade, weil er sehr cremig und mild ist. Verfeinert mit etwas Zitronensaft und Knoblauch ist er von der originalen Joghurtsauce kaum zu unterscheiden.

Versucht Paprikamark „Salça“ zu bekommen, der ist Basis von fast allen türkischen Gerichten und gibt den authentischen Geschmack. Erhältlich ist er in türkischen Läden.

Tip: Es ist besser hierfür eine kleine Auflaufform zu nehmen, so fallen die Auberginen nicht auseinander.

obergine

Zutaten für 2 Personen:

  • 2 schlanke Auberginen
  • Paprikamark (aus dem Türkenlädeli),sonst geht auch Tomatenmark
  • 2 Tomaten, in kleine Würfel geschnitten
  • 1 Zwielbel, in kleine Würfel geschnitten
  • 3 Knoblauchzehen,  klein geschnitten
  • 1 Bund Petersilie, gehackt
  • Für „Karnιyarιk“: zusätzlich 2-3 EL getrocknetes Soyahack

Für die Joghurtsauce:

  • Soyade Yoghurt, 250 g
  • eine kleine Knoblauchzehe
  • 1-2 EL Zitronensaft

Zubereitung:

  1. Einen Teil des Soyayoghurt in eine Schüssel füllen und den Zitronensaft, den Knoblauch und eine Prise Salz hinzufügen, umrühren und zugedeckt in den Kühlschrank stellen.
  2. Die Auberginen waschen und mit einem Sparschäler, längs einen Streifen Schale herunterschälen. Die gleiche Breite wie das weggeschälte freilassen und wieder einen Streifen schälen. Am Schluss sollten zwei längsgestreifte Auberginen herauskommen..
  3. Den Strunk wegschneiden und die Auberginen längs mit dem Messer ein – aber nicht ganz durchschneiden!
  4. Reichlich Olvenöl in der Pfanne erhitzen und die Eierfrüchte rundherum anbraten bis sie goldbraun und weich sind. Beiseite stellen.
  5. In der Zwischenzeit mit dem restlichen Öl in der Pfanne das Tomaten -oder Paprikamark etwas anbraten. Dann die Zwiebeln und den Knoblauch dazugeben und etwa eine Minute mitbraten. Zum Schluss kommen dann die gehackten Tomaten und die Petersilie hinzu. Falls ihr „Karnιyarιk“ zubereiten wollt, an dieser Stelle das Soyahack hinzufügen.
  6. Nach fünf Minuten mit einem Glas Wasser ablöschen. Gut salzen und pfeffern. Vom Herd nehmen.
  7. Die Auberginen mit der aufgeschnittenen Seite nach oben in eine feuerfeste Form legen. Jede Frucht muss nun etwas auseinandergeklappt und ihre Seitenwände eingedrückt werden. So sollten dann zwei Schalen entstehen, die gut gesalzen werden müssen!
  8. In diese Schalen löffelt ihr nun die Füllung hinein. Ihr dürft sie ruhig feste in die Auberginen hineindrücken. Versucht sowenig Flüssigkeit wie möglich in die Auberginen zu füllen. Diese  giesst ihr am Schluss in die Auflaufform, zwischen die Eierfrüchte. Falls zu wenig Flüssigkeit vorhanden ist, mit Salzwasser oder Bouillon auffüllen. Die Hälfte der Auberginen sollte im Wasser stehen.
  9. Die Form mit Alufolie bedecken und c.a. 45 Minuten in den Backofen schieben. Mit Reis und der Yoghurtsauce servieren.

Pasta mit Avocadosauce und Tomatensalsa

Hier kommt ein schnelles Pastagericht für alle Avocadoliebhaber/innen! Man kann hier auch ohne Probleme die Guacamolereste von der gestrigen Party verwenden…Die Tomatensalsa gibt dem Gericht zum Schluss noch die fruchtige Note.

 Auch wenn diese Kombi am Anfang etwas ungewohnt erscheint, probiert es! Es schmeckt wirklich super.

img_6981

Zutaten für 2 Personen:

  • 250g Pasta (egal welche)
  • eine reife Avocado
  • 2 EL Zitronensaft
  • c.a. 200g Cherrytomaten
  • eine gute Hand voll gehackte Petersilie
  • 2EL Balsamico
  • gutes Olivenöl

 

 Zubereitung:

  1. Für die Pasta, einen Topf mit Wasser zum kochen bringen. Zuerst das Salz, dann die Teigwaren hinzufügen.
  2. Währenddessen die Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch herauslöffeln. Die Avocado in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken.
  3. Zitronensaft und 1-2 EL Olivenöl hinzufügen, alles gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Beiseite stellen.
  4. Für die Tomatensalsa die Cherrytomaten vierteln und mit der gehackten Petersilie in eine Schüssel geben. Je 2 EL Olivenöl und Balsamico zugeben und vermischen. Zum Schluss noch mit Salz abschmecken.
  5. Wenn die Pasta al dente ist, in ein Sieb abgiessen und zurück in den Topf geben. Etwas Olivenöl darübergiessen damit die ganze Geschichte nicht zusammenklebt.
  6. Die Pasta auf den Tellern verteilen und als erstes die Avocadosauce, anschliessend die Tomatensalsa darüber geben…

Artischocken-Tagine

img_7356

Im arabischem Raum gibt es unzählige Taginegerichte. Dieses schmeckt super und lässt sich auch nach bedarf umwandeln. Seid also kreativ…

Zutaten:

  • 1 Tasse gekochte Kichererbsen, falls ihr nicht auf Dosenware zurückgdreifen wollt: Einen Tag vorher einweichen und c.a. 45 min in reichlich Wasser auf mittlerer Stufe kochen.
  • 1 mittelgrosse Zuchini, längs halbieren und in Scheiben schneiden
  • 1 grosse Zwiebel, in Würfel geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 1 Dose/Glas Artischocken, halbiert (die aus der Dose gut abspülen)
  • je 1 Priese Safran, schwarzer Pfeffer und Paprika
  • 1 KL frischer Ingwer, gerieben (getrockneter geht auch, dann aber 2 KL)
  • 1 Bund Petersilie, gehackt (Pfefferminze oder eine Mischung von beiden geht auch)
  • Gemüsebrühe oder Salz
  • Cherrytomaten soviel ihr wollt, geviertelt

Zubereitung:

  1. In einem Topf  reichlich Olivenöl erhitzen und die Zwiebelwürfel anbraten bis sie glasig sind, dann den Knoblauch hinzufügen.
  2. Zuchini, Kichererbsen und alle Gewürze (ausser Petersilie) beimengen, 2 min mitbraten.
  3. Die Artischocken, Cherrytomaten und Petersilie hinzugeben und vorsichtig umrühren damit die Artischocken nicht zerfallen.
  4. Mit einer Tasse Wasser ablöschen und mit Gemüsebrühe oder Salz abschmecken. Alles auf mittlerer Stufe 20 min köcheln lassen.

Dazu passt am besten Couscous oder Reis.