Archiv der Kategorie: Mezze

Rote Bete mit Kräuteröl und Meerrettich-creme

So, ich weiss lang ists wieder her aber Nora und ich haben es wieder mal ins Studio geschafft um meine Rezepte in schönen Bildern festzuhalten. Zu Beginn des neuen Jahres präsentieren wir euch eine leichte Vorspeise (oder Teil einer Mezze-Tafel natürlich!).

Vielleicht habt ihr auch schon mal eine riesige Tüte Sonnenblumenkerne gekauft und euch gefragt was ihr damit anstellen sollt, ausser sie Tag ein Tag aus über  Salate zu streuen. Hier kommt die Lösung! Ich hatte schon länger vor aus Sonnenblumenkernen irgendeine Art Brotaufstrich zu zaubern, gleichzeitig konnte ich nirgends eine Meerrettich-creme ohne Milch finden. Ein Gedanke führte zum anderen, und raus kam diese Kreation, die hervorragend zu Roten Beten passt! Meine nächste Herausforderung heisst: Meerrettich-Pannacotta! …ich halte euch auf dem laufenden…

Randen

Bild: Nora Dalcero (www.noradalcero.ch)

Zutaten für 2 Personen:

Für die Rote Bete in Kräuteröl:

  • 2 gekochte Rote Bete, in Scheiben von c.a. 6-8mm geschnitten
  • 1 grosse Knoblauchzehe, in feine streifen geschnitten
  • reichlich Olivenöl
  • 2 TL Rosenpaprikaflocken (gibts beim Türken)
  • einen halben Bund Petersilie, fein gehackt
  • abgeriebene Schale einer halben Biozitrone
  • c.a. 1/2 kl Salz und etwas Pfeffer aus der Mühle

Für die Meerrettich-creme:

  • 1 Glas Sonnenblumenkerne, ungeröstet
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 Glas Wasser
  • 1 EL Olivenöl
  • c.a. 2cm grosses Stück frischen Meerrettich, fein gerieben (z.B. mit einer Zitronenreibe)
  • weisser Pfeffer

Zubereitung:

  1. Wir beginnen mit der Meerrettich-creme: Die Sonnenblumenkernen zusammen mit dem Zitronensaft und einem kleinen Schuss Wasser in eine Küchenmaschine geben und pürieren. Die Maschine immer wieder anhalten um etwas mehr Wasser hinzuzugeben, dies solange wiederholen bis eine cremige Masse entsteht.
  2. Nun c.a. einen KL Meerrettich und das Salz zur Masse geben, nochmal die Maschine laufen lassen und probieren. Wenn euch der Geschmack noch nicht stark genug ist, noch mehr Meerrettich dazugeben. Masse nach eigenem Gusto mit Salz und weissem Pfeffer abschmecken und beiseite stellen.
  3. Reichlich Olivenöl in einer Pfanne (ich nehme eine 1/2 Tasse) auf mittlerer Stufe erhitzen, den Knoblauch dazugeben und 1 min. garen. Achtung, das Öl darf nicht zu heiss sein, sonst verbrennt der Knoblauch und schmeckt bitter. Die Pfanne von der Hitze nehmen und die restlichen Zutaten dazugeben. Nun die Rote Bete Scheiben in der Pfanne kurz durchschwenken, gut Salzen und auf einem Teller entweder wie einen Fächer drappieren oder wie auf dem Bild auftürmen. Mit dem restlichen Kräuteröl beträufeln und der Meerrettich-creme garnieren.
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Zigaretten-Börek (Sιgara böregi)

Liebe Leute, ich hatte euch ja versprochen, dass noch ein Rezept folgen wird wo der Cashewkäse (die feste, krümelige Version) verwendet wird..und nu…hier ist es! Zigarettenbörek könnte einigen schon ein Begriff sein. Eigentlich die einfachste Form von Börek, schnell gemacht und sehr lecker!

Zutaten:

  • Eine Packung Börekteigblätter, die sind dreieckig in der Form (gibts beim Türken)
  • Eine Portion Cashewkäse  (die feste, Fetakäseartige Version), mit einer Gabel grob zerdrückt
  • Ein kleiner Bund glatte Petersile, fein gehackt
  • Ein kleiner Bund Dill, fein gehackt
  • Ein kleiner Bund Pfefferminze (optional), fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 TL Paprikaflocken oder normales Paprikapulver (schaut beim Türken nach Pulbiber)
  • 3 EL Naturesoyayoghurt
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle und Salz
  • reichlich Sonnenblumenöl zum frittieren

Zubereitung:

  1. In einer Schüssel den zerkrümelten Cashewkäse mit den Kräutern, Knoblauch, Joghurt, Pfeffer und wenig Salz vermengen. Probiert ob die Masse genug salzig ist, es darf gern etwas salziger als sonst sein, da der Teig oft serh fade ist. Ein Schälchen mit Wasser bereitstellen.
  2. Die Börekteige aus der Packung nehmen und eines davon mit der breiten Seite nach unten auf eine saubere Oberfläche legen. Die restlichen Teige mit einem feuchten Geschirrtuch umwickeln, da sie schnell austrocknen.
  3. Je 2 EL Füllung auf das untere Ende des Teiges geben, die Seiten etwas einklappen und aufrollen. Das Ende mit etwas Wasser aus dem Schälchen befeuchten und versiegeln. Mit den restlichen Teigblättern ebenso verfahren. Hier gibt es noch eine schöne bebilderte Anleitung dazu.
  4. In einer Pfanne reichlich Sonnenblumenöl erhitzen und die Zigarettenbörek fritieren bis sie goldbraun sind. Auf einem Küchentuch abtropfen lassen und warm servieren…

Ich experimentiere zur Zeit viel mit pflanzlichen Käserezepten herum, da mir die Produkte im Reformhaus nicht wirklich gut schmecken und oft auch zu teuer sind. Vor einiger Zeit habe ich das Rezept für Cashew-Käse auf der Seite der VegetarianTimes entdeckt, nachgekocht und war begeistert! Geschmacklich erinnert es an Schafskäse und die Konsistenz kann je nach Backzeit variiert werden. Den Käse kann man in Stücke schneiden, er ist aber ebenfalls streichbar. Auf jeden Fall ein Rezept mit dem ihr Eindruck schinden könnt! Ich verwende den Käse oft als Feta-Ersatz, hierfür fülle ich die Masse einfach in Muffinförmchen und backe sie etwas länger damit sie eine festere und krümelige Konsistenz erhät. Eine genauere Anleitung findet ihr weiter unten…

P.s. Ich habe das Rezept Mengenmässig etwas modifiziert, hier ist der Link zum Originalrezept.

Bild: Nora DalCero (www.noradalcero.ch)

Zutaten:

  • 100g Cashews, am Vortag in Wasser eingeweicht
  • 6 EL Rapsöl
  • 1 EL Tahini (Sesammuss, im Reformhaus oder beim Türken)
  • 1 1/4 TL Salz
  • Saft einer Zitrone
  • 1 Käsetuch

Zubereitung:

  1. Das Einweichwasser der Cashews wegschütten und die Nüsse kurz abspülen. Alle Zutaten (ausser dem Käsetuch..) in eine Küchenmaschine geben und mixen bis eine gleichmässige, cremige Masse entsteht. Dies dürfte je nach Küchenmaschine einige Minuten dauern.
  2. In ein Sieb 2-3 Lagen vom Käsetuch hineinlegen und die Masse hineingeben. Die Enden des Tuches zusammenknoten, das Sieb in eine kleine Schüssel stellen und c.a. 12 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Dies sorgt für einen intensiveren, käsigen Geschmack.
  3. Am nächsten Tag den Backofen auf 150 ° vorheizen, das Bachblech mit Backpapier auslegen.
  4. Das Käsetuch aus dem Sieb herausnehmen, die Enden des Tuches öffnen und die Masse (auf dem Käsetuch) zu einer länglichen Form bringen. Am besten die Hände etwas anfeuchten. Dann mit dem Käsetuch verschliessen, die Enden etwas verdrehen damit der Käse in Form bleibt.
  5. Den Käse auf das Backbech legen und 20 min. backen, einmal umdrehen und für weitere 20 min. backen.
  6. Käse im Tuch abkühlen lassen, dann aus dem Käsetuch lösen und in Pfefferkörnern oder Dill wenden und servieren.

Fetavariation:

Ich gebe zu, die Präparation von diesem Käse ist etwas aufwendig, aber es lohnt sich! Trotzdem gibt es noch eine schnellere Version mit dem ihr eine Art Feta-Käse bekommt:

  1. 150g Cashews einweichen. Der Rest der Zutaten bleibt gleich. Alles in der Küchenmaschine mixen.
  2. Den Ofen auf 150° vorheizen. Ein Muffinblech mit 6 Papierförmchen auslegen und die Masse auf die Förmchen verteilen. Das Blech mit Alufolie bedecken und c.a. 35 min. backen. Die Alufolie entfernen, die „Törtchen“ sollten leicht goldbraun sein. Abkühlen lassen und weiterverwenden (ein Rezept mit Feta-Cashewkäse folgt noch..).

Beide Käsesorten halten sich Luftdicht verpackt 5 Tage im Kühlschrank.

Cashew – Käse

Linsenköfte

Hallo zusammen! Neues Jahr – neues Rezept, und dieses habe ich nicht aus Zufall ausgewählt! Seit ich denken kann bereitet meine Mutter an Neujahr diese Linsenköfte zu und ich freue mich immer darauf. Für nicht-Orientalen dürfte dieses Rezept etwas ungewohnt erscheinen, da man das Endprodukt nicht anbrät (obwohl ein Freund von mir das schon einmal erfolgreich versucht hat). Auf jeden fall schmeckt es wunderbar pikant und würzig. Dies liegt vor allem an den Silberzwiebeln (Lauchzwiebeln), aber hey, wenn ihr nicht mit einem unangenehmen Atem auffallen möchtet, dann müsst ihr eure Gäste halt zwingen auch davon zu probieren…sie werdens lieben!

Plus: Hierfür benötigt ihr ganz feinen Bulgur (köftelik bulgur), ich habe hier die Vollkorn-Version benutzt, ihr könnt aber auch die herkömmliche geschälte Variante nehmen, dann bekommen die Köfte auch eine schönere Farbe…

Zutaten:

  • 1 Tasse rote Linsen
  • 3/4 Tasse feinen Bulgur
  • 1 grosse Zwiebeln, in feine Würfel gehackt
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 KL mildes Paprikapulver
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1Bund Petersilie, fein gehackt
  • 1 Frühlingszwiebel, in feine Streifen geschnitten
  • 1 EL Tomaten -oder Paprikamark

Zubereitung:

  1. Die Linsen mit 2,5 Tassen Wasser gar kochen, dies dauert etwa 20 Minuten. Sie sollten weich sein aber nicht zu einem Püree verkocht werden. Das Wasser nicht wegschütten!
  2. Während die Linsen kochen, das Olivenöl in der Pfanne erhitzen und die fein gehackte Zwiebel anschwitzen bis sie glasig werden. Vom Herd nehmen.
  3. Den Bulgur in eine Schüssel geben und die Linsen samt restlichem Kochwasser hinzugeben und gut vermischen. 15-20Min. ziehen lassen bis der Bulgur gar ist (einfach probieren, falls die Masse zu feucht ist, etwas mehr Bulgur hinzugeben).
  4. Wenn die Masse soweit ist, die gebratenen Zwiebeln, Paprika und schwarzen Pfeffer, sowie das Tomaten/Paprikamark hinzugeben und gut vermengen. Nach Geschmack salzen.
  5. Zum Schluss die Silberzwiebeln/Frühlingszwiebeln und die Petersilie unter die Masse heben, gut durchkneten und zu Köftes formen (siehe Bild). Die fertigen Köftes auf einem Teller anrichten…

Zucchini-Küchlein / Mücver

Mücver, wie dieses Gericht im Türkischen genannt wird, ist von einer Mezzetafel nicht wegzudenken. Diese Zubereitung gibt der sonst eher faden Zucchini einen würzigen Geschmack.  Ich esse sie sehr gerne mit veganem Zaziki oder einer pikanten Tomatensauce und Reis. Als Sandwicheinlage haben sie mir aber auch sehr gut geschmeckt. Also, unbedingt ausprobieren! Falls ihr keine Zucchini mögt, könnt ihr sie auch durch Kürbis ersetzen.

Das Originalrezept enthält Eier, dies habe ich mit Kichererbsenmehl ersetzt, was den Küchlein einen noch besseren Geschmack gegeben hat! Die Zugabe von Seidentofu macht die Küchlein noch etwas saftiger, ist aber optional. Wer es schärfer mag, kann natürlich noch etwas Paprikapulver oder frische Chilischoten dazugeben…

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Zutaten für 15 – 20 Küchlein:

  • 5oog Zucchini
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Frühlingszwiebel, in feine Streifen geschnitten
  • 1/2 Bund Pfefferminze, fein gehackt
  • 4 gehäufte EL Kichererbsenmehl (ungeröstet)
  • 2 gehäufte EL Weizenmehl
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl zum braten

Zubereitung:

  1. Die Zucchini rüsten und in eine Schüssel reiben. Das Gemüse etwas zusammenpressen und die überschüssige Flüssigkeit abgiessen, gut salzen und pfeffern.
  2. Die restlichen Zutaten zugeben und gut vermengen.
  3. Das Öl in einer gusseisernen Pfanne erhitzen. Die Zucchinimasse mit einem Löffel in das heisse Öl geben und kleine, runde Küchlein formen. Sie sollten c.a. 1cm dünn sein und einen Durchmesser von 7cm haben. Auf beiden Seiten goldbraun braten.
  4. Die Küchlein auf Küchenpapier abtropfen lassen. Je nach Geschmack mit Zitronensaft verfeinern.

Spinat mit Joghurt

Hey, Long time no see. Tut mir leid Leute, war in letzter Zeit ziemlich beschäftig! Werd mir in Zukunft wieder mehr Mühe geben, etwas öfters zu posten.

Auf jeden Fall präsentiere ich euch heute ein einfaches und alltägliches Rezept, welches auch mit anderem Blattgemüse wie Mangold oder collard greens (weiss leider nicht wie die auf Deutsch heissen, aber auf jeden Fall eine Kohlart). Die Kombination des Joghurts mit der Paprikasauce ist sehr typisch für die türkische Küche und schmeckt wirklich hervorragend!

Zutaten:

  • 500g Spinat
  • 1 grosse Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
  • 1 KL Paprikaflocken, gibts beim Türken sonst Paprikapulver nehmen
  • etwas Schwarzen Pfeffer aus der Mühle

Joghurtsauce:

  • 200g Soyade Sojajoghurt
  • 1 Knoblauchzehe, zerdrückt
  • Saft einer halben Zitrone

Paprikasauce:

  • 4 EL Olivenöl
  • 4 EL Tomaten oder Paprikamark, eine Mischung von beiden geht auch
  • 2 EL Wasser

Zubereitung:

  1. Als erstes den Knoblauch,  Zitronensaft und einer Prise Salz mit dem Joghurt vermischen und kalt stellen, damit die Aromen sich entfalten können.
  2. In einer gusseisernen Pfanne etwas Olivenöl erhitzen (ich nehme c.a. 4 EL) und die Zwiebeln andünsten bis sie glasig werden. Nach und nach den Spinat hinzugeben bis er langsam verfällt. Mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Zum schluss einen Schuss Wasser hinzugeben.
  3. Für die Paprikasauce Olivenöl, Paprikamark und 2 EL Wasser in einer kleinen Pfanne erhitzen und gut vermengen.
  4. Zum anrichten den Spinat in einen Teller geben, darüber den Joghurt verteilen. Zum Schuluss die Paprikasauce mit einem Löffel auf dem Joghurt drappieren. Sofort servieren!

Baba ganush (syrische Art)

Die meisten kennen Baba ganush als Auberginendip mit Joghurt und Tahina. In Syrien bereitet man dieses Gericht aber ohne Joghurt und Tahina zu und erhält so eine etwas leichtere (und vegane!) Version davon. Das beste Baba ganush habe ich in einem Restaurant auf dem Libanongebirge gegessen, als wir dort die Burg „Crac de chevalier“ besichtigt haben. Das Besondere dieses Baba ganush war, dass die Auberginen auf dem Holzkohlegrill gegart wurden, was dem Gericht eine geile rauchige Note verpasste. Dies wäre als ein tolles Gericht für die nächste Sommer-Grill-Party (die hoffentlich ganz bald kommt!). Dafür müsst ihr die Auberginen in 2 Hälften schneiden, das Fruchtfleisch etwas einschneiden und mit den Schnittfächen nach unten grillen. Wenn sie gar sind lässt sich das Fruchtfleisch leicht herauskratzen. Aber auch in der Pfanne gegart schmeckt dieses Gericht sehr gut…

Zutaten:

  • 1 grosse Aubergine (am besten bio)
  • 1/2 gelbe Paprika
  • 1/2 rote Paprika
  • 1 Bund Pfefferminze, klein gehackt
  • Saft einer halben  Zitrone
  • c.a.6 EL Olivenöl
  • 3 EL Granatapfelsirup
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Rosenpaprikapulver (wenn ihr den geräucherten findet, ist das noch besser!)
  • Salz
  • 1 Knoblauchzehe, zerdrückt

Zubereitung:

  1. Aubergine schälen und in kleine Würfel schneiden. In einer gusseisernen Pfanne ohne Öl auf mittlerer Hitze  gut anbraten bis sie ganz weich sind und zerfallen. Das dürfte schon 15-20min in Anspruch nehmen. Wenn ihr einen Grill besitzt wie oben verfahren. Ihr könnt die Aubergine aber auch ähnlich der Grillmethode im Backofen garen. Auch hier ohne Öl.
  2. Während die Auberginen abkühlen, die Paprika und Pfefferminze ganz klein hacken. Die Aubergine in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken, bis eine Art Mousse entsteht, dann die Paprika, Pfefferminze und Knoblauch zugeben und gut vermischen.
  3. Zitronensaft, 4 EL Olivenöl, Paprkapulver sowie 1 EL Granatapfelsaft hinzugeben, salzen und pfeffern. Alles nochmals gut verrühren und am besten eine halbe Stunde ziehen lassen. Dann in einem flachen Teller oder kleinen Schüsseln anrichten und mit dem restlichen Olivenöl und Granatapfelsaft besprenkeln..

Gebratene Kartoffeln mit Koreander

Als ich aufgrund eines Sprachaufenthaltes in Damaskus (Syrien) mich rumtrieb, konnte ich natürlich auch die kulinarischen Aspekte des Landes entdecken. Damaskus hat viele Restaurants und Cafés, die vorzügliche Speisen zubereiten. Auch als VeganerIn kommt man dort vor allem wegen den zahlreichen Mezzespezialitäten voll und ganz auf seine Kosten. Dieses Kartoffelgericht habe ich aber bei einer einheimischen Familie kennengelernt, die mit einer Kommilitonin befreundet war. Sichtlich erstaunt über meine Ernährungsweise tischte sie mir dieses Gericht auf…und ich war begeistert!

Auch wenn ihr keine Koreanderliebhaber seid (wie ich!!), probiert es unbedingt aus, er macht den wunderbaren Geschmack aus!

Zutaten für 2 Personen (als Beilage):

  • 500 g  festkochende Kartoffeln, gewürfelt (c.a 1.5cm)
  • halbes Bund Koreander, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 2 El Granatapfelsirup (findet ihr beim Türken: Nareksisi)
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Salz
  • 5 EL Olivenöl

Zubereitung:

  1. Die Kartoffeln in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und kochen bis sie gar sind (c.a. 15 -20 min). Das testet man indem man mit einem Messer in die Kartoffel pikst, rutscht sie sofort von der Klinge ab, sind sie gar. Wasser abgiessen, Kartoffeln auskühlen lassen.
  2. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch dazugeben und anrösten.
  3. Die Kartoffeln hinzugeben und c.a.10 min braten bis sie schön goldbraun geworden sind.
  4. Mit dem Granatapfelsirup etwas ablöschen, Koreander dazugeben und alles gut umrühren.
  5. Zum Schluss nach Geschmack salzen und pfeffern…

Kartoffelsalat Orient – Okzident

Jaja, bald ist wieder Grillzeit und zu jeder Grillade gehört auch ein ordentliches Salatbuffet! Hier habt ihr gleich zwei verschiedene Kartoffelsalate  zur Auswahl. Der Salat aus dem Okzident ist so wie wir ihn kennen und lieben, lecker mit viel Mayo und ziemlich deftig. Der aus dem Okzident ist da etwas leichter und frischer im Geschmack. Ihr habt also die Wahl..oder ihr macht einfach beide!

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Zutaten für den Kartoffelsalat „Orient“:

für 3-4 Personen

  • 1Kg festkochende Kartoffeln, geschält
  • 2oog Cherrytomaten, geviertelt (normale Tomaten würfeln)
  • 1-2 rote Zwiebeln (meistens sind die ja sehr klein), in feine scheiben oder Würfel schneiden.
  • je ein Bund Petersilie und Pfefferminze, klein gehackt
  • eine Hand voll gehackt Pistazien (gibts bei Coop)
  • frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
  • gemahlener Paprika
  • Saft von einer Zitrone
  • 3 EL milder Essig, ihr könnt aber auch nur Zitronensaft verwenden
  • c.a. 8 EL Olivenöl, sollte nicht bitter sein, sonst nehmt ihr Rapsöl

Zubereitung:

  1. Die geschälten Kartoffeln in einem grossen Topf mit Wasser kochen bis sie gar sind. Nicht ganz weich kochen, sonst zerfallen sie.
  2. Die abgekühlten Kartoffeln in Scheiben oder Würfel schneiden.
  3. Die Zwiebelscheiben in eine kleine Schüssel geben und reichlich salzen. Bevor sie dem Salat beigemengt werden, müssen sie mit Wasser abgespült werden. Diese Prozedur macht die Zwiebeln milder.
  4. Für die Sauce den Zitronensaft mit dem Olivenöl in einer grossen Schüssel vermischen. Ich persönlich mische Zitronensaft und Olivenöl zu gleichen Teilen. Falls ihr es öliger mögt, fügt einfach noch mehr Olivenöl hinzu. Die Kräuter und den Paprika hinzufügen, salzen und pfeffern.
  5. Nun die Kartoffeln, Tomaten, Pistazien und die abgespülten Zwiebeln in die Schüssel geben und alles vermengen. Wahrscheinlich müsst ihr nochmals salzen.
  6. Den Salat in den Kühlschrank stellen und c.a. 30 min ziehen lassen. Schmeckt einen Tag später noch etwas besser…

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Zutaten für den Kartoffelsalat „Okzident“:

  • 1kg festkochende Kartoffeln, geschält
  • 200g Cornichons, diagonal in scheiben geschnitten
  • 1 Bund Schnittlauch oder Petersilie, klein gehackt
  • eine kleine weisse Zwiebel (obtional), ganz fein gewürfelt
  • 3/4  Glas/Tube vegane Mayonnaise, oder auch mehr..
  • 3-4 EL milder Essig
  • 3-4 EL Rapsöl/Sonnenblumenöl
  • grüne Oliven (optional) in feine Scheiben geschnitten

Zubereitung:

  1. Die geschälten Kartoffeln in einem grossen Topf mit Wasser kochen bis sie gar sind. Nicht ganz weich kochen, sonst zerfallen sie.
  2. Die abgekühlten Kartoffeln in Scheiben oder Würfel schneiden.
  3. Für die Sauce, in einer grossen Schüssel die Mayonnaise mit dem Essig und dem Öl vermischen. Gut salzen und den Schnittlauch hinzufügen. Sollte ziemlich flüssig, aber trotzdem noch cremig sein. Falls es noch zu dickflüssig ist, etwas Wasser beimengen.
  4. Die Kartoffeln, Zwiebeln, Oliven und Cornichons in die Schüssel geben und alles vermengen.  Eventuell nochmals nachsalzen und eine halbe Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. Schmeckt einen Tag später auch noch super…