Archiv der Kategorie: Saucen

Beurre Blanc végétalien

Ehrlich gesagt war ich nie ein grosser Saucen-Fan. Nicht weil ich Saucen grundsätzlich nicht mag, ich kam irgendwie nie auf die Idee mich tiefer mit ihnen und ihrer Zubereitung zu beschäftigen. Das hat sich im in letzter Zeit glücklicherweise geändert! Momentan experimentiere ich mit französischen Saucen herum und versuche vegane Versionen davon zu kreieren. Diese Sauce ist inspiriert von der Beurre Blanc, die hauptsächlich aus trockenem Wein und Butter besteht. In dieser Version werden Gemüse und Kräuter mit Wein eingekocht, das Ergebnis ist ein geschmacksintensives Konzentrat, dass durch die Margarine noch die gewünschte sähmigkeit erhält.Wer es etwas fettarmer möchte, kann die Margarine auch durch Hafersahne ersetzen.

Die Zubereitung nimmt zwar etwas Zeit in Anspruch, dafür hält sie sich gut verschlossen etwa zwei Wochen im Kühlschrank.

Die Beurre Blanc passt hervorragend zu grilliertem Gemüse oder Seitanschnitzel und war für mich eine willkommene Abwechslung zu Kapern-Mayonnaise und Kräuteröl in diesem Sommer, der leider viel zu spät begonnen hat :).

Die Sauce wird teils mit Maisstärke und mit Margarine gebunden. Aufgrund der Palmöl-Problematik stelle ich meine Margarine zur Zeit selbst her (ich habe nähmlich noch keine Margarine ohne Palmkernfett gefunden). Einen Guten Artikel dazu findet ihr auf englisch auf der VegNews-seite. Rezepte für hausgemachte Margarine ohne Palmöl findet ihr hier.

Foto: Nora DalCero (www.noradalcero.ch)

Foto: Nora DalCero (www.noradalcero.ch)

Zutaten:

  • 2 EL Olivenöl, extra vergine
  • 1 Blattstiel Stangensellerie, in 1cm dicke streifen geschnitten
  • 1 mittlere Zwiebel, grob gehackt
  • 1 Rüebli (Karotte), grob gehackt
  • 3 Knoblauchzehen, grob gehackt
  • 750m Chardonnay oder anderer trockener Weisswein (vegan natürlich)
  • 1 Zweig frischer Rosmarin
  • 1/2 Bund Petersilie, grob gehackt, Stiele inklusive
  • 2 Loorbeerblätter
  • 1 gehäufter TL Maisstärke
  • 2 EL Margarine, ungehärtet oder 3 EL Hafersahne
  • etwas Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. In einem tiefen Topf das Olivenöl auf mittlerer Stufe erhitzen und den Sellerie, die Zwiebel, die Karotte und den Knoblauch ein paar Minuten anbraten bis das Gemüse weich ist.
  2. Mit dem Wein ablöschen und Rosmarin, Petersilie sowie Loorbeerblätter hinzugeben. Die Temperatur erhöhen und das ganze kurz zum kochen bringen. Dann die Sauce zugedeck auf niedriger Stufe eine Stunde lang köcheln lassen.
  3. Die Sauce ist nun schon etwas reduziert. Die Flüssigkeit durch ein Sieb in eine kleine Schüsssel giessen und das Gemüse etwas ausdrücken. Die klare Sauce wieder zurück in den Topf geben und auf mittlerer Stufe weitere 15 min. einreduzieren.
  4. Die Maisstärke mit 1 EL Wasser glattrühren und zur kochenden Flüssigkeit hinzugeben, mit einem Schwingbesen gut rühren bis die Sauce etwas eindickt.
  5. Den Topf vom Herd nehmen und die Margarine/ Hafersahne hinzugeben. Weiterrühren bis die Margarine geschmolzen ist. Zum schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken…

Sauce

Salsa Verde mit Kürbiskernen

Ich hoffe, ihr teilt meine ungeheure Begeisterung für die südamerikanische Küche. Los dos amigos (Bohnen und Reis), Tortillas, Pupusas, Tamales, Burritos..ich liebe sie alle und seit ich das Kochbuch von Terry Hope Romero „Viva Vegan“ erstanden habe, konnte ich noch viele weitere Originalrezepte kennen und lieben lernen. Salsas spielen hier natürlich eine wichtige Rolle und ich bereite sie auch leiber selber zu, weil es einfach besser schmeckt und ich so auch genau weiss, was drin ist. Dieses Rezept ist eine kleine Abwandlung von der typischen Salsa Verde. Ich gebe hier noch geröstete Kürbiskerne dazu, dies verleiht der Salsa mehr Struktur und rundet den Geschmack perfekt ab. Die Zutaten inklusive der Kürbiskerne werden geröstet, so bekommt die Salsa eine etwas rauchige Note. Das Ergebnis wird euch bestimmt begeistern! Passt zu jedem südamerikanischen Gericht aber auch zu Tofu (wie im Bild) und sogar auf Pasta…

Note: Jalapeños gibts beim Mexikaner, oft aber auch im Supermarkt. Die Tomatillos (grüne Tomaten) kriegt man meist nur in mexikanischen Lebensmittelhändlern, manchmal gibt es sie aber auch in türkischen oder indischen Lebensmittelgeschäften zu kaufen.

Quelle: noradalcero.ch

Foto: Noradalcero.ch

Zutaten:

  • 500g frische Tomatillos (oder aus der Dose)
  • 3 Jalapeños ,  Halbiert, Samen und Stiele entfernt
  • 4 Knoblauchzehen, geschält
  • 1 kleine Zwiebel, halbiert
  • 2 Frühlingszwiebeln, grüne und weisse Teile getrennt
  • 1/2 Bund Koreander, fein gehackt
  • Salz
  • evt. etwas Wasser
  • 4 EL Kürbiskerne geröstet und grob gemahlen

Zubereitung:

  1. Backofen auf 250º vorheizen
  2. Tomatillos von den feinen Schalen (falls die noch dran sind) befreien und gründlich waschen und halbieren.  Mit der Schnittseite nach unten auf eine Feuerfeste Form legen und im Backofen rösten, bis sie kleine, dunkle Flecken bekommen. Das dauert etwa 6 – 8 min. Die kleineren Tomatillos sind oft schon nach 6 min. gar, die solltet ihr schon vorher aus dem Backofen holen. Alles in eine Schüssel geben und abkühlen lassen.
  3. In der gleichen Form die weissen Teile der Frühlingszwiebeln, normale Zwiebel, Knoblauch und Jalapeños verteilen und ebenfalls rösten. Dies dauert etwa 4 min. Das Gemüse sollte auch leichte dunkle Flecken bekommen. Wenn sie fertig sind, ebenfalls in die Schüssel mit den Tomatillos geben und etwas abkühlen lassen.
  4. In der Zwischenzeit könntet ihr die Kürbiskerne in der Pfanne rösten und in der Küchenmaschine grob mahlen.
  5. Die Tomatillomischung mit die grünen Teile der Frühlingszwiebel entweder in der Küchenmaschine oder mit dem Stabmixer fein zerkleinern (je nach gusto sehr fein oder grob). Das ganze nun in eine Schüssel füllen und den gehackten Koreander sowie die Kürbiskerne untermengen. Zum schluss nach Geschmack salzen. Falls euch die Sauce zu dickflüssig  ist mit etwas Wasser verdünnen.

Note: Wenn ihr nur Tomatillos in der Dose auftreiben könnt, Schritt 1 auslassen und die Tomatillos mit dem gerösteten Gemüse zerkleinern und die anderen Zutaten zugeben. Falls es zu dickflüssig wird, mit dem Einlegwasser aus der Dose verdünnen..

Zwiebel-Relish

Liebe Leute.

Ich weiss wir haben schon lange nichts mehr von uns hören lassen, dies soll sich dieses Jahr aber wieder ändern. Den ersten Schritt machen wir heute mit einem einfachen Rezept für ein Zwiebel-Relish. Die Zwiebeln werden mit Balsamicoessig im Backofen gegart bis sie karamelisieren. Passt super auf Burger, Seitanschnitzel und alles andere, was in die deftige Richtung geht…

Zutaten:

  • 2 rote Zwiebeln
  • 2 weisse Zwiebeln
  • 1 Lauchzwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleiner Bund frische Petersilie
  • 5 EL Balsamicoessig (lieber einen teuren nehmen)
  • 6 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Als erstes den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Zwiebeln schälen, halbieren und längs  in 2-3mm dicke Streifen schneiden. In eine feuerfeste Form geben (Gratinform oder ähnliches). Mit dem Balsamico sowie dem Olivenöl beträufeln, salzen und alles gründlich durchmischen. Die Form in den Backofen geben und gelegentlich umrühren, bis die Zwiebeln weich und karamelisiert sind. Das dauert c.a. 30 bis 45 Minuten.
  2. Während die Zwiebeln im Backofen garen, die Lauchzwiebel inklusive Grün in feine Streifen schneiden, die Petersilie und den Knoblauch fein hacken.
  3. Wenn die Zwiebeln gar sind, die Form herausnehmen und die Lauchzwiebeln, sowie die Petersilie und den Knoblauch hinzugeben und durchmischen. Achtung, verbrennt euch dabei nicht die Finger an der heissen Form! So können die Lauchzwiebeln und der Knoblauch noch etwas mitgaren, das ganze 10 Min. stehen lassen.
  4. Zum Schluss noch nachsalzen und Pfeffern, wer möchte kann noch etwas Paprika hinzugeben. Kann warm und kalt serviert werden. Hält sich gut verschlossen eine Woche im Kühlschrank.

Tip: Wer nicht so auf halb-rohen Knoblauch steht, kann ihn natürlich auch mit den Zwiebeln im Ofen mitgaren.