Zwiebel-Relish

Liebe Leute.

Ich weiss wir haben schon lange nichts mehr von uns hören lassen, dies soll sich dieses Jahr aber wieder ändern. Den ersten Schritt machen wir heute mit einem einfachen Rezept für ein Zwiebel-Relish. Die Zwiebeln werden mit Balsamicoessig im Backofen gegart bis sie karamelisieren. Passt super auf Burger, Seitanschnitzel und alles andere, was in die deftige Richtung geht…

Zutaten:

  • 2 rote Zwiebeln
  • 2 weisse Zwiebeln
  • 1 Lauchzwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleiner Bund frische Petersilie
  • 5 EL Balsamicoessig (lieber einen teuren nehmen)
  • 6 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Als erstes den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Zwiebeln schälen, halbieren und längs  in 2-3mm dicke Streifen schneiden. In eine feuerfeste Form geben (Gratinform oder ähnliches). Mit dem Balsamico sowie dem Olivenöl beträufeln, salzen und alles gründlich durchmischen. Die Form in den Backofen geben und gelegentlich umrühren, bis die Zwiebeln weich und karamelisiert sind. Das dauert c.a. 30 bis 45 Minuten.
  2. Während die Zwiebeln im Backofen garen, die Lauchzwiebel inklusive Grün in feine Streifen schneiden, die Petersilie und den Knoblauch fein hacken.
  3. Wenn die Zwiebeln gar sind, die Form herausnehmen und die Lauchzwiebeln, sowie die Petersilie und den Knoblauch hinzugeben und durchmischen. Achtung, verbrennt euch dabei nicht die Finger an der heissen Form! So können die Lauchzwiebeln und der Knoblauch noch etwas mitgaren, das ganze 10 Min. stehen lassen.
  4. Zum Schluss noch nachsalzen und Pfeffern, wer möchte kann noch etwas Paprika hinzugeben. Kann warm und kalt serviert werden. Hält sich gut verschlossen eine Woche im Kühlschrank.

Tip: Wer nicht so auf halb-rohen Knoblauch steht, kann ihn natürlich auch mit den Zwiebeln im Ofen mitgaren.

Veganisu

Oh mein Gott, bald ist wieder Sommer in Zürich! Die Fahrräder werden neu ausgestattet, neue Swimwear gekauft und natürlich gegrillt und gebadet! Naja…vielleicht scheint zu dieser Jahreszeit ein veganes Tiramisu Rezept etwas unpassend weil es eher mächtig ist, aber hey, Tiramisu schmeckt immer.

Auf jeden Fall habe ich lange herumprobiert, aber das Endprodukt hat mich wirklich überzeugt. Ich habe den Sojarahm aus der Migros genommen, der ist im Vergleich zu CreSoy oder Soyatoo leichter und hat nicht so einen starken Eigengeschmack (was mir ganz recht ist). Ihr könnt es aber sicherlich durch eine andere milchfreie Schlagsahne ersetzen. Auf dem Foto habe ich etwas zu wenig Crème genommen, beim zweiten Versuch habe ich die Menge aber erhöht und es ist ein wunderbar crèmiges und Mousse-artiges Tiramisu entstanden, einfach köstlich!

Zutaten:

  • 300g fester Seidentofu
  • 250ml Kokosmilch
  • 1TL Agar-Agar-Pulver (pflanzliches Geliermittel)
  • 300 ml Sojasahne (Sojaline aus der Migros)
  • 1 TL Abrieb einer Bio-Orange
  • 2 Tropfen Mandelaroma
  • 1 Vanilleschote, das Innere ausgekratzt
  • 150g Puderzucker
  • c.a. 200g veganes Zwieback
  • 1 Tasse starken Kaffee
  • 1 EL Kakaopulver
  • 1 EL brauner Zucker
  • mehr Kakaopulver zum bestäuben

Zubereitung:

  1. Als erstes den Seidentofu gut abtropfen lassen und zusammen mit dem Puderzucker und dem Mandelaroma in eine Küchenmaschine oder Mixer geben.
  2. In einem kleinen Topf die Kokosmilch mit dem Agar-Agar-Pulver, der Vanille und der Orangenzeste erhitzen und mit einem Schwingbesen rühren. Bei mittlerer Hitze etwa eine halbe Minute köcheln lassen. Es sollten sich viele kleine bläschen auf der Oberfläche bilden. Herd ausschalten und die Kokosmilch ebenfalls in die Küchenmaschine geben und etwas abkühlen lassen.
  3. Dann die Zutaten gut durchmixen bis eine gleichmässige Crème entstanden ist.  Zum fest werden in den Kühlschrank stellen, das dauert etwa eine halbe bis eine ganze Stunde. Ich lasse die Creme im Behälter der Küchenmaschine.
  4. Die Feste Crème wird nun wieder durchgemixt und in eine Schüssel gefüllt. Dann die Sojasahne aufschlagen und langsam unter die Crème heben. Probiert ob sie süss genug ist, sonst mehr Puderzucker hineingeben (je nach Zuckergehalt der Sojasahne). Die Crème ist noch recht flüssig, wird durch das Agar-Agar im Kühlschrank aber fester.
  5. Nun die Form (c.a. 18x18cm) mit Zwieback auslegen. Je 1 EL Kakaopulver und brauner Zucker zur Tasse Kaffee geben und gut umrühren. Den Zwieback damit durchtränken.
  6. Dann die Hälfte der Creme über den Zwieback giessen und glatt streichen. Mit dem restlichen  Zwieback belegen, Kaffee drauf und die restliche Creme drüber.
  7. Mit Folie bedecken und mindestens 3 Stunden, am besten über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Vor dem Servieren mit Kakaopulver bestäuben.

Natürlich steht es euch frei noch etwas Marsala oder sonstige Zutaten wie Beeren ect. hinzuzufügen, lasst eurer Phantasie freien lauf..

Linsenköfte

Hallo zusammen! Neues Jahr – neues Rezept, und dieses habe ich nicht aus Zufall ausgewählt! Seit ich denken kann bereitet meine Mutter an Neujahr diese Linsenköfte zu und ich freue mich immer darauf. Für nicht-Orientalen dürfte dieses Rezept etwas ungewohnt erscheinen, da man das Endprodukt nicht anbrät (obwohl ein Freund von mir das schon einmal erfolgreich versucht hat). Auf jeden fall schmeckt es wunderbar pikant und würzig. Dies liegt vor allem an den Silberzwiebeln (Lauchzwiebeln), aber hey, wenn ihr nicht mit einem unangenehmen Atem auffallen möchtet, dann müsst ihr eure Gäste halt zwingen auch davon zu probieren…sie werdens lieben!

Plus: Hierfür benötigt ihr ganz feinen Bulgur (köftelik bulgur), ich habe hier die Vollkorn-Version benutzt, ihr könnt aber auch die herkömmliche geschälte Variante nehmen, dann bekommen die Köfte auch eine schönere Farbe…

Zutaten:

  • 1 Tasse rote Linsen
  • 3/4 Tasse feinen Bulgur
  • 1 grosse Zwiebeln, in feine Würfel gehackt
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 KL mildes Paprikapulver
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1Bund Petersilie, fein gehackt
  • 1 Frühlingszwiebel, in feine Streifen geschnitten
  • 1 EL Tomaten -oder Paprikamark

Zubereitung:

  1. Die Linsen mit 2,5 Tassen Wasser gar kochen, dies dauert etwa 20 Minuten. Sie sollten weich sein aber nicht zu einem Püree verkocht werden. Das Wasser nicht wegschütten!
  2. Während die Linsen kochen, das Olivenöl in der Pfanne erhitzen und die fein gehackte Zwiebel anschwitzen bis sie glasig werden. Vom Herd nehmen.
  3. Den Bulgur in eine Schüssel geben und die Linsen samt restlichem Kochwasser hinzugeben und gut vermischen. 15-20Min. ziehen lassen bis der Bulgur gar ist (einfach probieren, falls die Masse zu feucht ist, etwas mehr Bulgur hinzugeben).
  4. Wenn die Masse soweit ist, die gebratenen Zwiebeln, Paprika und schwarzen Pfeffer, sowie das Tomaten/Paprikamark hinzugeben und gut vermengen. Nach Geschmack salzen.
  5. Zum Schluss die Silberzwiebeln/Frühlingszwiebeln und die Petersilie unter die Masse heben, gut durchkneten und zu Köftes formen (siehe Bild). Die fertigen Köftes auf einem Teller anrichten…

Zucchini-Küchlein / Mücver

Mücver, wie dieses Gericht im Türkischen genannt wird, ist von einer Mezzetafel nicht wegzudenken. Diese Zubereitung gibt der sonst eher faden Zucchini einen würzigen Geschmack.  Ich esse sie sehr gerne mit veganem Zaziki oder einer pikanten Tomatensauce und Reis. Als Sandwicheinlage haben sie mir aber auch sehr gut geschmeckt. Also, unbedingt ausprobieren! Falls ihr keine Zucchini mögt, könnt ihr sie auch durch Kürbis ersetzen.

Das Originalrezept enthält Eier, dies habe ich mit Kichererbsenmehl ersetzt, was den Küchlein einen noch besseren Geschmack gegeben hat! Die Zugabe von Seidentofu macht die Küchlein noch etwas saftiger, ist aber optional. Wer es schärfer mag, kann natürlich noch etwas Paprikapulver oder frische Chilischoten dazugeben…

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Zutaten für 15 – 20 Küchlein:

  • 5oog Zucchini
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Frühlingszwiebel, in feine Streifen geschnitten
  • 1/2 Bund Pfefferminze, fein gehackt
  • 4 gehäufte EL Kichererbsenmehl (ungeröstet)
  • 2 gehäufte EL Weizenmehl
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl zum braten

Zubereitung:

  1. Die Zucchini rüsten und in eine Schüssel reiben. Das Gemüse etwas zusammenpressen und die überschüssige Flüssigkeit abgiessen, gut salzen und pfeffern.
  2. Die restlichen Zutaten zugeben und gut vermengen.
  3. Das Öl in einer gusseisernen Pfanne erhitzen. Die Zucchinimasse mit einem Löffel in das heisse Öl geben und kleine, runde Küchlein formen. Sie sollten c.a. 1cm dünn sein und einen Durchmesser von 7cm haben. Auf beiden Seiten goldbraun braten.
  4. Die Küchlein auf Küchenpapier abtropfen lassen. Je nach Geschmack mit Zitronensaft verfeinern.

Spinat mit Joghurt

Hey, Long time no see. Tut mir leid Leute, war in letzter Zeit ziemlich beschäftig! Werd mir in Zukunft wieder mehr Mühe geben, etwas öfters zu posten.

Auf jeden Fall präsentiere ich euch heute ein einfaches und alltägliches Rezept, welches auch mit anderem Blattgemüse wie Mangold oder collard greens (weiss leider nicht wie die auf Deutsch heissen, aber auf jeden Fall eine Kohlart). Die Kombination des Joghurts mit der Paprikasauce ist sehr typisch für die türkische Küche und schmeckt wirklich hervorragend!

Zutaten:

  • 500g Spinat
  • 1 grosse Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
  • 1 KL Paprikaflocken, gibts beim Türken sonst Paprikapulver nehmen
  • etwas Schwarzen Pfeffer aus der Mühle

Joghurtsauce:

  • 200g Soyade Sojajoghurt
  • 1 Knoblauchzehe, zerdrückt
  • Saft einer halben Zitrone

Paprikasauce:

  • 4 EL Olivenöl
  • 4 EL Tomaten oder Paprikamark, eine Mischung von beiden geht auch
  • 2 EL Wasser

Zubereitung:

  1. Als erstes den Knoblauch,  Zitronensaft und einer Prise Salz mit dem Joghurt vermischen und kalt stellen, damit die Aromen sich entfalten können.
  2. In einer gusseisernen Pfanne etwas Olivenöl erhitzen (ich nehme c.a. 4 EL) und die Zwiebeln andünsten bis sie glasig werden. Nach und nach den Spinat hinzugeben bis er langsam verfällt. Mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Zum schluss einen Schuss Wasser hinzugeben.
  3. Für die Paprikasauce Olivenöl, Paprikamark und 2 EL Wasser in einer kleinen Pfanne erhitzen und gut vermengen.
  4. Zum anrichten den Spinat in einen Teller geben, darüber den Joghurt verteilen. Zum Schuluss die Paprikasauce mit einem Löffel auf dem Joghurt drappieren. Sofort servieren!

Baba ganush (syrische Art)

Die meisten kennen Baba ganush als Auberginendip mit Joghurt und Tahina. In Syrien bereitet man dieses Gericht aber ohne Joghurt und Tahina zu und erhält so eine etwas leichtere (und vegane!) Version davon. Das beste Baba ganush habe ich in einem Restaurant auf dem Libanongebirge gegessen, als wir dort die Burg „Crac de chevalier“ besichtigt haben. Das Besondere dieses Baba ganush war, dass die Auberginen auf dem Holzkohlegrill gegart wurden, was dem Gericht eine geile rauchige Note verpasste. Dies wäre als ein tolles Gericht für die nächste Sommer-Grill-Party (die hoffentlich ganz bald kommt!). Dafür müsst ihr die Auberginen in 2 Hälften schneiden, das Fruchtfleisch etwas einschneiden und mit den Schnittfächen nach unten grillen. Wenn sie gar sind lässt sich das Fruchtfleisch leicht herauskratzen. Aber auch in der Pfanne gegart schmeckt dieses Gericht sehr gut…

Zutaten:

  • 1 grosse Aubergine (am besten bio)
  • 1/2 gelbe Paprika
  • 1/2 rote Paprika
  • 1 Bund Pfefferminze, klein gehackt
  • Saft einer halben  Zitrone
  • c.a.6 EL Olivenöl
  • 3 EL Granatapfelsirup
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Rosenpaprikapulver (wenn ihr den geräucherten findet, ist das noch besser!)
  • Salz
  • 1 Knoblauchzehe, zerdrückt

Zubereitung:

  1. Aubergine schälen und in kleine Würfel schneiden. In einer gusseisernen Pfanne ohne Öl auf mittlerer Hitze  gut anbraten bis sie ganz weich sind und zerfallen. Das dürfte schon 15-20min in Anspruch nehmen. Wenn ihr einen Grill besitzt wie oben verfahren. Ihr könnt die Aubergine aber auch ähnlich der Grillmethode im Backofen garen. Auch hier ohne Öl.
  2. Während die Auberginen abkühlen, die Paprika und Pfefferminze ganz klein hacken. Die Aubergine in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken, bis eine Art Mousse entsteht, dann die Paprika, Pfefferminze und Knoblauch zugeben und gut vermischen.
  3. Zitronensaft, 4 EL Olivenöl, Paprkapulver sowie 1 EL Granatapfelsaft hinzugeben, salzen und pfeffern. Alles nochmals gut verrühren und am besten eine halbe Stunde ziehen lassen. Dann in einem flachen Teller oder kleinen Schüsseln anrichten und mit dem restlichen Olivenöl und Granatapfelsaft besprenkeln..

Sandwich Bataata

Hier ist ein weiteres Rezept, das ich aus Damaskus mitgebracht habe. Dieses Sandwich kombiniert zwei Dinge die die Damaszener lieben: 1. Brot und 2. Pommes. Desweiteren beinhaltet es etwas Kohlsalat und reichlich Ketchup.  Sandwich Bataata ist somit ein Paradebeispiel für eine Küche, wo sich  Orient und Okzident die Hand geben.

Zu Beginn war ich etwas skeptisch als ich von dieser Kombination gehört habe, aber da es umgerechnet nur einen Franken gekostet hat, habe ich es natürlich probiert! Sicherheitshalber habe ich es ohne Mayonnaise bestellt, ich war aber ziemlich erstaunt, als ich in mehreren Geschäften Mayo ohne Ei entdeckt hatte. Auf jeden Fall war das Sandwich super lecker, ich habe es zu Hause dann nachgekocht und das Rezept noch etwas optimiert. Anstatt der Pommes enthält mein Rezept Bratkartoffeln, das ist etwas weniger fettig und das Sandwich zerfällt nicht so leicht in seine Einzelteile :).

Mein guter Freund Chaled war so nett einen Gast in einer Imbissbude zu spielen…shukran habibti!

Zutaten (2 Personen):

  • 2 Sandwichbrote oder ein Baguettbrot in 2 Teile geschnitten
  • 500g festkochende Kartoffeln
  • 4 EL vegane Mayonnaise
  • eine gute Hand voll geraspelter, weisser Kohl
  • 1 Silberzwiebel ein feine Ringe geschnitten
  • etwas Ketchup
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Paprika
  • etwas Olivenöl
  • 2 EL Apfelessig

Zubereitung:

  1. Die Kartoffeln schälen und in 5 mm dickde Scheiben schneiden. In einem Topf mit Wasser und etwas Salz kochen.
  2. Während die Kartoffeln kochen, die Salateinlage vorbereiten. In einer kleinen Schüssel die vegane Mayonnaise mit dem Essig vermischen, evt. etwas salzen. Den geraspelten Weisskohl hinzugeben. In den Kühlschrank stellen damit der Salat etwas ziehen kann.
  3. Wenn die Kartoffeln gar sind (nach c.a. 15-20 min), diese abgiessen und etwas abkühlen lassen.
  4. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Kartoffeln hinzugeben und anbraten. Mit Pfeffer, Salz und Paprika würzen.
  5. Auf jede Sandwichhälfte den Kohlsalat verteilen. Darauf kommen die Kartoffelscheiben, dann die Zwiebeln und am Schluss ein guter  Spritzer Ketchup. Die andere Brothälfte darauflegen und hineinbeissen! Das Sandwick schmeckt nähmlich frisch am besten…

Gebratene Kartoffeln mit Koreander

Als ich aufgrund eines Sprachaufenthaltes in Damaskus (Syrien) mich rumtrieb, konnte ich natürlich auch die kulinarischen Aspekte des Landes entdecken. Damaskus hat viele Restaurants und Cafés, die vorzügliche Speisen zubereiten. Auch als VeganerIn kommt man dort vor allem wegen den zahlreichen Mezzespezialitäten voll und ganz auf seine Kosten. Dieses Kartoffelgericht habe ich aber bei einer einheimischen Familie kennengelernt, die mit einer Kommilitonin befreundet war. Sichtlich erstaunt über meine Ernährungsweise tischte sie mir dieses Gericht auf…und ich war begeistert!

Auch wenn ihr keine Koreanderliebhaber seid (wie ich!!), probiert es unbedingt aus, er macht den wunderbaren Geschmack aus!

Zutaten für 2 Personen (als Beilage):

  • 500 g  festkochende Kartoffeln, gewürfelt (c.a 1.5cm)
  • halbes Bund Koreander, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 2 El Granatapfelsirup (findet ihr beim Türken: Nareksisi)
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Salz
  • 5 EL Olivenöl

Zubereitung:

  1. Die Kartoffeln in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und kochen bis sie gar sind (c.a. 15 -20 min). Das testet man indem man mit einem Messer in die Kartoffel pikst, rutscht sie sofort von der Klinge ab, sind sie gar. Wasser abgiessen, Kartoffeln auskühlen lassen.
  2. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch dazugeben und anrösten.
  3. Die Kartoffeln hinzugeben und c.a.10 min braten bis sie schön goldbraun geworden sind.
  4. Mit dem Granatapfelsirup etwas ablöschen, Koreander dazugeben und alles gut umrühren.
  5. Zum Schluss nach Geschmack salzen und pfeffern…

Mandelpudding

Türkischer Milchpudding (Keskül) erinnert mich sehr an meine Kindheit. Dieses Dessert habe ich immer extrem gerne gegessen und das hat sich bis heute nicht geändert. Dieses Rezept ist etwas aufwendiger da noch frische Mandelmilch hineinkommt, aber der zusätzliche Aufwand lohnt sich allemal..

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Zutaten:

  • 500 ml  milde Soyamilch
  • 1 Tasse Wasser (c.a.200 ml)
  • 1 Tasse Mandeln, übernacht in Wasser einweichen
  • c.a. halbe Tasse Zucker oder Agavensirup,
  • 3 EL Reismehl (findet ihr im Reformhaus oder beim Türken)
  • 1 Vanilleschote, das innere herausgekratzt

Zubereitung:

  1. Für die Mandelmilch die Mandeln und Wasser im Mixer fein pürieren und durch ein Sieb giessen und beiseite stellen.
  2. Soyamilch und Mandelmilch in einen Topf  erhitzen. Den Zucker oder Agavensirup mit der Vanille zugeben und gut umrühren. Falls ihr es nicht so süss mögt, fügt zu Beginn nur die Halfte des Zuckers/Sirups hinein und probiert. Je nach Geschmack könnt ihr den Grad der Süsse erhöhen.
  3. Wenn es anfängt zu kochen langsam das Reismehl unterrühren und so lange weiterrühren bis die „Milch“  anfängt einzudicken.
  4. Die Puddingmasse in Gläser oder Schälchen giessen und Abkühlen lassen. Dann in den Kühlschrank stellen…schmeckt gut mit Schokoladensauce oder Beeren!

Applecrumble-muffins

Diese Muffins schmecken nicht nur gut, sonder sehen auch super aus.  Die Schicht mit den Äpfeln macht das ganze schön fruchtig.  Nehmt aber nicht zu viele Äpfel, sonst bekommen die Muffins eine matschige Konsistenz…

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Zutaten für etwa 10 Muffins:

  • 2 Tassen Halbweissmehl
  • 1 EL Eiersatzpulver, vermischt mit 4 EL Wasser
  • 2 EL Backpulver
  • 2 grüne, eher säuerliche Äpfel, geschält und geraffelt
  • 1/2 Tasse gemahene Haselnüsse
  • 1 Tasse Zucker
  • c.a 1/2 Tasse Soyamilch
  • etwas Zimt
  • 1/3 Tasse Raps -oder Sonnenblumenöl
  • 1 Vanilleschote, Samen herausgekratzt
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Margarine
  • 3 EL Zucker
  • Muffinförmchen

Zubereitung:

  1. Backofen auf 180° vorheizen. Muffinförmchen auf einem Blech verteilen.
  2. Eiersatz, Zucker, Öl, Salz und Vanille in einer Schüssel gut verrühren. Backpulver mit 1,5 Tassen Mehl vermengen.
  3. Das Mehl mit der Zuckermischung vermischen und Soyamilch zugeben, bis ein zäher Teig entsteht. Sollte etwas zäher sein als ein normaler Kuchenteig. Den Teig auf die Muffinförmchen verteilen.
  4. Die geriebenen Äpfel mit dem Zimt und den Haselnüssen vermengen und ebenfalls auf die Törtchen verteilen.
  5. Für die Krümel die restliche 1/2 Tasse Mehl mit Margarine und den 3 EL Zucker in einer Schüssel mit den Händen vermengen bis Krümel entstehen.  Am besten den Teig zwischen den Händen reiben. Diese auf die Törtchen streuen, im Backofen c.a. 35 min. backen bis die Muffins goldbraun sind…

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